Klanglabor mit Algorithmen von Forgetforgetmusic in Berlin

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Einführung: Forgetforgetmusic und das Konzept des Klanglabors

Stell dir vor, du trittst in einen Raum, in dem die Stadt atmet, Bild und Ton sich die Hände reichen und ein Algorithmus dir mal zuflüstert, mal laut lacht. Genau das passiert im Klanglabor mit Algorithmen von Forgetforgetmusic in Berlin. Hier verschmilzt experimentelle Musik mit visueller Kunst und digitalen Systemen zu etwas, das nicht nur gehört, sondern erlebt wird. Du bist nicht bloß Zuschauer: Du wirst Teil eines Prozesses, der zwischen Zufall, Kuration und Technologie tanzt. In diesem Artikel erzähle ich dir, wie dieses Klanglabor funktioniert, warum Algorithmen hier nicht nur Werkzeuge sind und wie du selbst mitmachen kannst.

Im Klanglabor werden häufig akustische Grundlagen mit elektronischer Veredelung kombiniert — eine Praxis, die die physische Präsenz von Instrumenten mit algorithmischer Flexibilität vereint. Wenn reale Instrumente mit Elektronik verschmelzen, entstehen oft unerwartete Klangfarben und Texturen; aus diesem Grund arbeitet Forgetforgetmusic bewusst mit einer Kombination aus traditionellen Spielweisen und elektronischen Eingriffen, die du etwa unter Reale Instrumente Elektronik näher erkunden kannst. Diese Herangehensweise macht die Arbeiten unmittelbar und gleichzeitig technologisch spannend.

Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Verbindung von Software-Tools und physischer Hardware im Live-Setup. Du siehst oft Menschen, die Controller in der Hand halten, während dahinter komplexe Software-Patches laufen — eine Kombination, die erst durch sorgfältige Software und Hardware Integration stabil und spielbar wird. Solche Integrationen erlauben performative Freiheit: Du kannst spontane Entscheidungen treffen, und das System folgt oder re-agiert in Echtzeit, was für die Live-Qualität der Events enorm wichtig ist.

Schließlich ist die technische Grundlage des Klanglabors vielfältig und reicht von rein digitalen Algorithmen bis hin zu analogen Schaltungen und hybriden Verfahren, die beide Welten verknüpfen. Wer sich für die methodischen Grundlagen interessiert, findet unter Technik: Digitale und Analoge Verfahren tiefergehende Beschreibungen der eingesetzten Prozesse. Diese Bandbreite an Verfahren ermöglicht es, Klangräume zu formen, die sowohl präzise steuerbar als auch überraschend organisch wirken.

Klanglabor mit Algorithmen: Forgetforgetmusic definiert Berliner Klanglandschaften neu

Berlin ist berüchtigt für seine Vielfalt — von verrauchten Clubs in Kreuzberg bis zu stillen Ateliers in Neukölln. Genau hier setzt das Klanglabor mit Algorithmen an: Forgetforgetmusic greift urbane Geräusche, kulturelle Eigenheiten und technische Neugier auf und verwandelt sie in neue Klanglandschaften. Es geht nicht um sterile Computerklänge, sondern um texturierte, organische Soundscapes, die die Atmosphäre der Stadt widerspiegeln.

Die Algorithmen im Labor dienen als Musikinstrumente und Kompositionspartner. Sie analysieren Aufnahmen von U-Bahn-Rattern, Fahrradklingeln und Straßendurchsagen, dekodieren Muster und verarbeiten sie in Echtzeit zu rhythmischen Strukturen oder atmosphärischen Schichten. So entstehen Hörlandschaften, die zugleich vertraut und fremd klingen — fast wie ein Albtraum deiner Lieblingsstraße, in dem Ampeln zu Bassdrums werden und das Vogelgezwitscher zu Melodiefetzen.

Forgetforgetmusic arbeitet dabei stets lokal verwurzelt: Künstler schauen auf Berliner Topografien und soziale Dynamiken, um ihre Klanginstallationen mit Kontext zu versehen. Das führt zu Projekten, die nicht nur ästhetisch spannend sind, sondern auch Geschichten über Orte erzählen — Geschichten, die du hören und fühlen kannst.

Algorithmen als Komponisten: Das Klanglabor von Forgetforgetmusic in Berlin

Wie Algorithmen musikalische Entscheidungen treffen

Wenn wir sagen, Algorithmen komponieren, meinen wir nicht, dass die Maschine einsam im Elfenbeinturm sitzt und Kunst produziert. Vielmehr ist es ein kooperativer Prozess: Algorithmen generieren Vorschläge — Sequenzen, Harmonien, Texturen — und Menschen wählen, formen und interpretieren diese Vorschläge. Dieser Dialog verändert die Rolle der Künstler: Du wirst Teil einer Feedbackschleife, in der jede Entscheidung das System weiter trainiert oder umgeht.

Technisch nutzt das Klanglabor verschiedene Ansätze: von regelbasierten Algorithmen über probabilistische Modelle bis hin zu neuronalen Netzwerken. Granulare Synthese, FM-Synthese und sample-basierte Verfahren sind Werkzeuge im Arsenal. Manche Projekte setzen auf maschinelles Lernen, um Stimmungsbilder zu erkennen und klanglich abzubilden; andere arbeiten bewusst mit einfachen, transparenten Mapping-Regeln, damit das Publikum die Logik noch nachvollziehen kann.

Warum menschliche Künstler weiterhin das Zünglein an der Waage sind

Algorithmen liefern Rohmaterial — Überraschungen, Vorschläge, Varianten. Aber die kuratorische Hand bleibt nötig: Ohne menschliche Richtung würden viele Vorschläge belanglos oder chaotisch klingen. Forgetforgetmusic hält an dieser Balance fest: Technik soll erweitern, nicht ersetzen. Die künstlerische Intuition entscheidet, was bleiben darf und was verworfen wird. Diese Mischung aus Zufall und Absicht sorgt für Spannung und Authentizität.

Visuelle Kunst trifft Klangkunst: Interdisziplinäres Klanglabor mit Algorithmen bei Forgetforgetmusic

Das Besondere am Klanglabor ist die interdisziplinäre Verschmelzung: visuelle Kunst und Klang treffen sich auf Augenhöhe. Bewegungsdaten aus Tanzperformances, Farbinformationen aus Projektionen oder Live-Kamera-Feeds werden in Klänge übersetzt — und umgekehrt. Dieses wechselseitige Mapping schafft synästhetische Erlebnisse, bei denen du Farben hören und Töne sehen kannst.

Das Labor nutzt verschiedenste Hardware: Kameras, Kinect-Sensoren, Infrarot-Tracker, Midi-Controller, aber auch einfache Dinge wie Mikrofone und Lichtsensoren. Softwareseitig kommen Tools wie Max/MSP, Pure Data, TouchDesigner sowie Python-Frameworks zum Einsatz. Die Kunst liegt im Mapping: Welche Aspekte einer visuellen Szene sollen hörbar werden? Wie lässt sich Bewegung so in Klang übersetzen, dass eine emotionale Verbindung entsteht? Forgetforgetmusic experimentiert hier mit radikal unterschiedlichen Antworten — mal subtil, mal plakativ, immer neugierig.

Interaktive Visuals und räumliches Hören

Ambisonics, 8-Kanal-Setups und räumliche Lautsprecherarrays sind keine Spielerei, sondern wichtig, um die immersive Wirkung zu erzielen. Wenn ein Künstler eine Projektion steuert, kann der Algorithmus den Klang so positionieren, dass das Hören dem Blick folgt. Du tauchst in einen Raum ein, in dem Soundquellen wandern, sich schichten und wieder auflösen — das ist echtes multisensorisches Storytelling.

Zusammenarbeit von Künstlern und Musikern: Algorithmische Experimente im Berliner Klanglabor von Forgetforgetmusic

Kollaboration ist das Herzstück des Klanglabors. Musiker, bildende Künstler, Programmierer und Techniker arbeiten Seite an Seite. In residencies, Workshops und offenen Laborzeiten entstehen Projekte, die von der Breite der Fähigkeiten profitieren. Hier werden keine isolierten Prozesse entwickelt: Ideen werden live getestet, Feedback fließt sofort zurück, und oft entstehen Lösungen, die alleine nicht hätten gedacht werden können.

So könnten etwa ein Schlagzeuger, eine Visual-Künstlerin und eine KI-Forscherin gemeinsam eine Performance entwickeln, bei der die Schlagzeugrhythmen die visuelle Darstellung modulieren und ein neuronales Netz harmonische Vorschläge liefert. Der Schlagzeuger entscheidet, welche Vorschläge bleiben; die Visual-Künstlerin wählt, wie diese Vorschläge visualisiert werden; die Forscherin sorgt dafür, dass das System stabil läuft. Das Ergebnis wirkt wie aus einem Guss — und dennoch sind die Spuren der einzelnen Mitwirkenden hörbar und sichtbar.

Workflows, Tools und Methoden

Typische Workflows im Klanglabor gliedern sich in mehrere Schritte: Datensammlung (Field-Recordings, Performance-Daten), Datenaufbereitung (Feature-Extraction, Normalisierung), Mapping-Strategien (Zuweisung von Parametern zu musikalischen Eigenschaften) und Performance-Module (Controller, Interface, räumliche Wiedergabe). Patch-basierte Environments wie Max/MSP oder Pure Data ermöglichen schnelle Iteration; Python-Skripte sorgen für komplexere Datenanalysen und Machine-Learning-Pipelines.

Von Daten zu Tönen: Die Rolle der Algorithmen im Klanglabor von Forgetforgetmusic

Sonifikation ist ein zentrales Werkzeug. Im Kern geht es darum, Daten in hörbare Parameter zu übersetzen. Das kann simpel sein — ein Temperaturwert steuert eine Filterfrequenz — oder hochkomplex, wenn ein neuronales Netz aus Bildern musikalische Embeddings erzeugt. Die Herausforderung liegt darin, sinnstiftende und ästhetisch ansprechende Mappings zu finden.

Beispiele für Daten-Mappings

  • Umwelt- und Stadtdaten: Luftqualität oder Verkehrsdichte als Rhythmus- oder Texturgeber.
  • Bewegungsdaten: Geschwindigkeit oder Richtung von Performerbewegungen steuern Hüllkurven und Filter.
  • Bilddaten: Farbhistogramme und Kanteninformationen werden auf Tonhöhe, Timbre oder Harmoniefolgen abgebildet.
  • Biometrische Daten: Herzfrequenz oder Hautleitfähigkeit beeinflussen Dynamik und Dichte des Klangs.

Wichtig ist: Nicht jedes Mapping ist sinnvoll. Forgetforgetmusic testet kontinuierlich, ob die Übersetzung Daten → Klang sowohl informativ als auch musikalisch funktioniert. Manchmal bedeutet das: das Mapping vereinfachen, andere Male: zusätzliche Parameter hinzufügen, um Komplexität zu erzeugen. Das Ziel ist immer, dass du als Hörer die Verbindung zwischen Ursprung und Klang nachvollziehen — und emotional berührt — werden kannst.

Interaktive Klangforschung: Besucher erleben das Klanglabor mit Algorithmen bei Forgetforgetmusic in Berlin

Interaktion macht das Klanglabor lebendig. Besucher werden ermuntert, mit Interfaces zu experimentieren — das kann ein einfacher Sensor unter dem Fußboden sein oder eine App auf dem Smartphone. Das Labor bietet niedrigschwellige Einstiege, damit auch Neulinge Spaß haben, und tiefere Ebenen für jene, die komplexere Eingriffe bevorzugen.

Typische Interaktionsformate

  • Soundwalks: Du gehst eine Route und dein Smartphone übersetzt Umgebungsdaten in Klang.
  • Galerie-Installationen: Bewegungen in einem Raum lösen Klangereignisse aus, die sich mit anderen Besuchern überlagern.
  • Live-Coding-Sessions: Besucher können einfache Parameter verändern und so live Einfluss auf die Komposition nehmen.

Durch solche Formate wird Forschung erfahrbar. Du lernst, wie ein Algorithmus auf Inputs reagiert, welche Grenzen es gibt und wie kreative Entscheidungen den Output formen. Das ist nicht nur spannend, sondern auch lehrreich: Technik wird entmystifiziert, und kreative Teilhabe wird möglich.

Praktische Beispiele und Fallstudien

Forgetforgetmusic macht viele Formate — von kleinen Pop-up-Events bis zu mehrwöchigen Residencies. Hier ein paar illustrative Beispiele, die zeigen, wie flexibel das Klanglabor arbeitet:

  • Urban Sonification Walks: Mobile Headsets übersetzen Stadtgeräusche in einen narrativen Soundtrack. Du läufst, und der Algorithmus komponiert mit: mal sparsam, mal dicht wie ein Gewitter.
  • Gallery Install: Eine Installation mit 8-Kanal-Sound und Projektionsmapping reagiert auf Körperbewegungen; Besucher formen gemeinsam die Klanglandschaft.
  • Live-Kollaboration: Musiker improvisieren mit algorithmischen Modulen, die harmonische und rhythmische Ideen einbringen. Die KI agiert wie ein drittes Bandmitglied — manchmal rauscht es, oft entsteht Magie.

Diese Beispiele zeigen: Das Klanglabor ist kein geschlossenes Labor, sondern ein offenes Feld, das experimentelle Formate beheimatet und immer wieder neue Zuschauer und Mitwirkende anzieht.

Ethik, Transparenz und die Rolle des Menschen

Mit Algorithmen kommt Verantwortung. Forgetforgetmusic stellt immer die Frage: Wie transparent sind die Prozesse? Wer versteht, welche Daten verwendet werden? Die Teams bemühen sich, Mappings sichtbar zu machen — durch Visualisierungen, Begleittexte oder interaktive Erklärstationen. So bleibt das Publikum informiert und kann bewusste Entscheidungen treffen.

Außerdem wird Datenschutz ernst genommen: Wenn biometrische oder personenbezogene Daten eingesetzt werden, passiert das nur mit klarer Einwilligung und wenn möglich anonymisiert. Künstlerische Freiheit trifft auf ethische Standards — das ist ein Balanceakt, den Forgetforgetmusic bewusst geht.

Warum Transparenz wichtig ist

Transparenz fördert Vertrauen. Wenn du verstehst, wie ein Klang entsteht, kannst du ihn besser würdigen. Außerdem ermöglicht Transparenz kritische Diskussion: Welche Narrative erzeugt die Technologie? Wen lässt sie außen vor? Solche Fragen gehören zur künstlerischen Praxis — und das Klanglabor beteiligt sich aktiv an dieser Debatte.

Ausblick: Wie sich das Klanglabor weiterentwickeln könnte

Die Zukunft des Klanglabors mit Algorithmen liegt in tieferer Vernetzung, fortgeschrittener KI-Integration und stärkerer Community-Beteiligung. Denk an adaptive Systeme, die über Wochen hinweg lernen, oder an Kooperationen mit lokalen Initiativen, die städtische Daten öffnen. Auch crossmediale Projekte mit Theater, Tanz und VR sind naheliegend.

Ein mögliches Szenario: Eine Langzeitinstallation, die Daten aus städtischen Sensoren bezieht und sich über Monate verändert — so entsteht ein auditives Tagebuch einer Nachbarschaft. Oder Community-gesteuerte Sonifikationen, bei denen Anwohner*innen ihre eigenen Samples beisteuern und so aktiv die narrative Struktur der Klanglandschaft mitbestimmen.

Wie Du Teil des Klanglabors werden kannst

Möchtest du mitmachen? Gute Idee. Forgetforgetmusic bietet zahlreiche Zugänge: Workshops, offene Lab-Days, Residencies und Freiwilligenprojekte. Egal, ob du Musiker, Programmierer, Visual-Künstler oder einfach nur neugierig bist — du bist willkommen. Oft reicht ein kurzer E-Mail-Check-in oder die Teilnahme an einem öffentlichen Workshop, um den Einstieg zu finden.

Praktische Tipps, um loszulegen:

  • Besuche eine Veranstaltung oder einen Soundwalk, um ein Gefühl für die Praxis zu bekommen.
  • Melde dich für ein Einstiegs-Workshop an (z. B. Einführung in Max/MSP oder Basics der Sonifikation).
  • Bringe eigene Daten mit (Field-Recordings, Fotos, Bewegungsaufnahmen) für kollaborative Sessions.
  • Wenn du technisch versiert bist: Biete an, an einem kleinen Projekt mitzuprogrammieren — oft entstehen daraus langfristige Kooperationen.

Und wenn du einfach nur neugierig bist: Komm vorbei, hör zu, rede mit den Leuten — Berlin ist ein guter Ort für Neugierige.

Fazit

Das Klanglabor mit Algorithmen von Forgetforgetmusic zeigt, wie Technologie und menschliche Kreativität zusammenwachsen können. Algorithmen sind hier nicht kalte Maschinen, sondern Partner in einem dialogischen Prozess, der Klanglandschaften neu denkt. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit, transparente Sonifikation und partizipative Formate entstehen Erlebnisse, die sowohl lokal verankert als auch global relevant sind. Wenn du das nächste Mal durch Berlin läufst, hör genauer hin — vielleicht ist schon ein Klanglabor auf dich eingestellt.

Kurze FAQ

Was ist das Besondere am Klanglabor mit Algorithmen?

Es verbindet algorithmische Komposition mit visueller Kunst und Interaktion; Besucher können Teil des Prozesses werden. Die lokale Einbettung in Berlins urbane Kultur macht die Projekte besonders relevant.

Brauche ich technische Vorkenntnisse, um teilzunehmen?

Nein. Es gibt niedrigschwellige Formate für Einsteiger und tiefere Workshops für Fortgeschrittene. Interesse und Neugier reichen oft schon aus.

Wie werden meine Daten verwendet?

Daten werden transparent und in der Regel anonymisiert verarbeitet; biometrische Daten nur mit Einwilligung. Wenn du unsicher bist, frag beim Team nach.

Wenn du Fragen hast oder wissen willst, wann das nächste Klanglabor-Event stattfindet: Schau auf der Webseite von Forgetforgetmusic vorbei oder melde dich direkt per Mail — und vielleicht sehen wir uns demnächst auf einem Soundwalk durch Berlin.

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